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Spaghetti zum ersten,

Spaghetti zum zweiten,

Spaghetti zum dritten ...

Dass ein Jahr im Eiltempo an uns vorüberrauscht, spürt man am besten an den jährlich wiederkehrenden Anlässen. So ein Anlass ist das Jahresabschlussessen, das sich einer gewissen Tradition erfreut und dafür sorgt, dass der Tisch bis auf den letzten Platz besetzt ist – fast besetzt ist, denn der dreizehnte Stuhl blieb vorläufig unbelegt, denn Seppi, unser Eismann, steckt bis über beide Ohren im Weihnachtsgeschäft,  und das heisst für ihn, seine treue Kundschaft hat Vorrang. Seppi feierte übrigens am letzten Montag seinen Geburtstag Das war vielleicht der Grund für ihn, sich an dem von Roland gesponserten Nachtisch mit 25% zu beteiligen. Über den Nachtisch und manch anderem wird noch zu berichten sein.

19.00 Uhr – die zum Essen Angemeldeten waren pünktlich, überpünktlich. Manuel erschien etwas später, wofür alle Anwesenden Verständnis zeigten, denn Manuel, so hiess es, hätte seine Rückreise aus den Ferien von „ichweissnichtwoher“ um einen Tag verschoben, um mit dabei zu sein. Seinem Aussehen nach zu urteilen, muss er in sonnigeren Gefilden gewesen sein. Seine Bräune liess uns jedenfalls sehr blässlich erscheinen.

Erfreulicherweise war auch unsere Lazarettabteilung am Spaghettiessen gut vertreten. Selbst zähle ich mich zu den langsam abtretenden Lazarettlern. Werni wurde bereits seit längerem „entlassen“ und er spielt sogar wieder trotz angegriffener Schulter Volleyball. Hans zählt zu den „Auferstandenen“ und Marcel Dobusch liess es sich nicht nehmen, sich an den Spaghettis zu laben. Max zu den Lazarettlern zu zählen, trifft nicht zu. Von seinen Werten kann ich nur träumen. Fredy Egli gehört zwar nicht zu unserer Männerriege II, aber er vertrat die TVT Präsidentin Moni und war entsprechend herzlich willkommen in der Runde. Aber insgesamt prägten die aktiven Turner das Bild: Edmond, Willi, Pieder, Alex, Peter usw. Aber eine ganze Anzahl bekannter Nasen tauchte an diesem Abend nicht auf, was der Geselligkeit und der Kameradschaft nicht den geringsten Abbruch tat, im Gegenteil, so sehr wir Männis Witze schätzen, wir hatten auch ohne seine Beiträge noch genug zum lachen.

Roland hatte einmal mehr das Essen hervorragend organisiert. Ihm stand es zu, seine Gäste zu begrüssen und zu verkünden, dass er das Dessert auch dieses Jahr übernimmt. Beim Dessert handelte es sich übrigens um ein gelungenes Arrangement aus einem Glacé-Stern und einer Himbeer-Sauce. Über das, was es zu essen gab, wollen wir nicht unnötig Worte verlieren: Spaghetti à la discretion, dazu Saucen vom Feinsten: Carbonara, Bolognese, Fisch, Pesto – viel zu reichhaltig, um alle probieren zu können. Einen Salat gab es vorweg, auch das soll nicht unter den Tisch fallen, und auch das Brot kam nicht aus der Migros.

Getrunken wurde zu Beginn eine Stange, dann aber auf Merlot übergewechselt, der in Literflaschen auf den Tisch und dann in die Gläser kam. Irgendwann tauchten auch Wasserflaschen auf, ein Zeichen dafür, dass uns unser Alter zur Mässigung mahnt.

Zum Schluss ein Kaffee, hier und da ein Cognac oder einen Grappa, auch das gehört zu einem Spaghetti-Schmaus. Bis 10.00 Uhr waren drei kurzweilige Stunden verstrichen. Draussen tobten Sturm und Regenböen, drinnen bei uns am Tisch wurde es ruhiger. Jeder zückte sein Portemonnaie und beglich seine Zeche die Hälfte des Liter Wein. Roland hatte zuvor das Geld für das Essen eingezogen. Zwischendurch erschien auch Roger, der es sich bestätigen liess, dass seine Spaghetti und Saucen es jederzeit mit den Therwiler Italienerbeizen aufnehmen konnten. Kompliment Roger. 

Dann hiess es „ciao“ zu sagen und raus in die Nässe, Kälte und Dunkelheit. Fredy kutschierte Pieder, Marcel und den Schreiberling zum trauten, warmen Heim. Danke Fredy.

Fotos wurden von diesem Abend nicht geschossen, eigentlich schade, aber trotz Handy und sonstigem elektronischen Schnickschnack war niemand dazu ausgerüstet, den Abend bildlich festzuhalten. So bleibt es Moni überlassen, den Text ins Netz zu stellen und dem Leser, sich in der Fantasie selbst ein Bild zu machen.

Erich Haase

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